4. Juli 2008

(Leider) Bestanden …

Abgelegt unter: Ausbildung — ariovist @ 14:12

Eigentlich sollte man sich ja freuen wenn man eine Prüfung bestanden hat, dass war auch erst der Fall wo ich erfahren habe das ich meine schriftliche Prüfung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bestanden habe. Als ich dies dann verarbeitet hatte habe ich mich dann geärgert dass der GA1 Teile meiner Prüfung so wie erwartet war. Dies lag aber nicht daran das ich nicht Sicher war in den einzelnen Themen… ganz im Gegenteil, das Problem war einfach das ich 3 Tage vor lauter Nervosität kaum schlafen konnte und deswegen in diesem ersten Teil Probleme hatte mir überhaupt die Aufgaben durch zu lesen bzw. die Augen offen zu halten, da kommt dann halt so was raus. Deswegen hat es schriftlich nur zu 73% gereicht, was doch deutlich unter meiner Zielsetzung lag.

Um insgesamt noch eine 2 zu erreichen brauchte ich deswegen bei der Projektdokumentation und der Projektpräsentation mit anschließendem Fachgespräch im Durchschnitt 90%. Leider wurde aber meine Projektdokumentation von der IHK Dresden nur mit 73% bewertet, was in meinen Augen nicht nachvollziehbar ist. Ich werde sicher deswegen mal bei der IHK nachfragen. Da hat es auch leider nicht geholfen dass ich mündlich 97% erreicht habe.

Deswegen schießt mir wirklich von Zeit zu Zeit durch den Kopf: Wärst du lieber durchgefallen, dann könntest du alles noch einmal Besser machen, vor allem im ersten Prüfungsteil der schriftlichen Prüfung.

Na ja ändern kann ichs wahrscheinlich nicht mehr und irgendwo ist man ja dann doch froh dass man den Scheiß nicht mehr machen muss. Übernommen wurde ich von meinem Betrieb auch, das heißt ich kann trotz durchwachsenem Abschluss erst einmal ein bisschen Berufserfahrung sammeln und Geld verdienen, bevor ich mich vielleicht noch mal entschließ zu studieren :)
Auch wenn mir dann sicher der fehlende Mathe Unterricht in meiner Ausbildung zum Nachteil werden kann.

Ich bin mal gespannt was die Statistik zur Sommerprüfung 2008 zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung sagen wird.

8. Februar 2008

Kein Mathe-Unterricht bei einer Ausbildung zum Fachinformatiker

Abgelegt unter: Ausbildung — ariovist @ 13:52

Ich befinde mich mittlerweile im letzten Jahr meiner Ausbildung zum Fachinformatiker, speziell zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Diese Ausbildung geht 3 Jahre. In dieser Zeit wird im Dualen System unterrichtet, d.h. die Ausbildung findet in Blöcken statt, nämlich in einer Berufsschule und in einem Ausbildungsbetrieb. Wobei der Rhythmus in etwa 3 Wochen im Betrieb und 1 Woche in der Schule entspricht.
In dieser Ausbildung wird in der Schule nicht wirklich mehr als die Grundlage vermittelt und das meiste lernt man im Betrieb, wobei sich die Abschlussprüfung hauptsächlich auf das Erlernte in der Schule stützt und lediglich eine Facharbeit im Rahmen der betrieblichen Ausbildung angefertigt werden muss.
Aber das eigentliche Problem an dieser Ausbildung ist, das es im Lehrplan der IHK (Industrie- und Handelskammer) keinen Mathe-Unterricht gibt, was bei mir auf totales Unverständnis stößt, denn gerade die Mathematik bildet doch die Grundlage zur Entwicklung von Algorithmen. Merkwürdig finde ich auch dass obwohl es kein Mathematik-Unterricht gibt, das Fach Deutsch unterrichtet wird. Daraus schließe ich dass Derjenige oder Diejenigen die den Lehrplan festgelegt haben, von Informatik nicht wirklich viel verstehen und einen Computer maximal für Textverarbeitung nutzen…
Problematisch wird es vor allem für Diejenigen die nach der Ausbildung beschließen ein Studium in Richtung Informatik aufzunehmen, denn ein Informatik- bzw. ein Informatikverwandtes Studium besteht zu 50% aus Mathematik, das weiß ich aus eigener Erfahrung denn ich habe bereits ein Informatikstudium abgebrochen. Wenn man also bei einem Jungen rechnet dass er nach seinem Abitur seinen Wehr- oder Zivildienst ableistet und danach eine Ausbildung abschließt, so hat dieser 4 Jahre keinen Mathematik-Unterricht gehabt. Wenn er sich dann für ein Informatikstudium entscheidet ist er gezwungen sich mit höherer Mathematik zu beschäftigen und das nach 4 Jahren…
Da kann ich nur sagen: GUTE NACHT!